Feedback / Gästebuch

Fehler und Änderungsvorschläge
bitte hier melden !
 (auf Buch klicken)
Besuch der Lourdes Grotte Muotathal

Neu / Aktuell

___________________________


Kaplan Alois Gwerder


Aus dem "Bote der Urschweiz"


Lourdes Grotte Muotathal


Maria Hilf Kapelle


Kiche Bisisthal



website translate


Auf dieser Homepage suchen

Loading


3 Hasen in der alten Kloster Kirche ??


Portrait des Frauenkloster St Josef Muotathal


Webcam und Wetterdaten Glattalp 1850 müM


mehr Bilder......


Besucher seit 7 Juni 2010

free counters

Besucher neu ab 17 April 2011

Mit Bus und Bahn ins Muotathal
Google Karte, Muotathal

Ortsportrait

Der Name Muotathal

Muotatal oder Muotathal

Der Name Muotatal taucht erstmals um 1243 in einer Urkunde auf und bringt damit auch gleichzeitig die Bedeutung des Namens:

  • "Muothathal" = Muoth-Ah-Tal" = Wildes-Wasser-Tal.

Der Flussname wird bei uns noch immer "Muotàà" ausgesprochen.

Das Tal bekam den Namen vom Fluss und heisst Muotatal. 
Die Gemeinde und das Dorf schreiben sich mit h = Muotathal.

Die Gemeinde Muotathal umfasst auch die Weiler Bisisthal und Ried.

 

Wissenswertes über das Muotathal

Der Name Muotathal ist weit über die Landesgrenzen bekannt und in den Medien immer wieder präsent. Besucher verbinden den Namen mit Natur, Urtümlichkeit und Brauchtum. So ziehen das Hölloch, die Glattalp und die Bödmeren-Silberen Jahr für Jahr unzählige Naturliebhaber an, vermitteln tiefe Eindrücke und spenden neue Kraft. Wir sind bemüht, die Geschenke der Natur zu erhalten und zu pflegen. 

Genau so erhalten wir auch sprachliche, musikalische und andere Eigenheiten, die in einer Zeit der Angepasstheit mehr und mehr Seltenheitswert in der Schweiz bekommen. Das Muotathaler Theater, die Wetterschmöcker oder Musikanten wie Lunnis Franz oder Rees Gwerder sind konkrete Beispiele dazu. Wer in der Vergangenheit Eigenheiten entwickelt hat, muss eine Portion Eigensinn in sich tragen und eine gewisse Distanz gewahrt haben. Wir Muotathaler stehen dazu und beweisen in Geschichte und Gegenwart, dass damit auch Herausragendes geschaffen werden kann. 

Muotathaler Handwerk, sei es im Holz- oder Baugewerbe, geniesst einen guten Ruf und steht für Qualität und Zuverlässigkeit. Immer wieder treten einheimische Gewerbebetriebe mit Innovationen ins Rampenlicht. So arbeiten beispielsweise hochmoderne Schleifroboter in einem Muotathaler Holzbearbeitungsbetrieb und etliche Betriebe sind ISO-zertifiziert. Ganze Quartiere werden zentral durch Holzschnitzelanlagen beheizt; ein kleiner Beitrag zur guten Luft im Muotatal. In unserer Gemeinde haben Tradition und Innovation Platz. Beides sind wichtige Werte für unsere Zukunft. 

Produkte unserer Betriebe tragen nicht selten Qualitätssiegel und bestechen durch ihre Vielfalt. Wer kennt nicht unseren Alpkäse oder Torten und Fleischwaren aus Muotathal! Auch da steht Qualität vor Quantität.

Muotathal ist eine aufstrebende Gemeinde mit beinahe 3600 Einwohnern, die eine gewisse Eigenständigkeit zu leben probiert und dabei den Fortschritt nicht ausklammert. Die Gemeinde ist bemüht, günstigen Boden zur Verfügung zu stellen, volksnah zu denken und auch neue Gewerbebetriebe anzusiedeln. Trotzdem sind viele Muotathaler Arbeitnehmer auf eine Beschäftigung in der Nachbargemeinde Schwyz angewiesen. Sie pendeln zur Arbeit, bleiben aber in der Regel im Tal wohnen. Unsere Wurzeln gründen tief!

Wappen

 

 

Das Gemeindewappen zeigt im oberen Teil das Wappen des Kantons Schwyz und im unteren Teil die beiden Wahrzeichen der Gemeinde Muotathal, die Muota und die Berge.

Geografie 


 

Das Muotatal erstreckt sich von Osten nach Westen und heisst im hinteren Teil Bisistal. Vom Haupttal der Muota zweigen mehrere Nebentäler ab, die zugleich auch Passübergänge zu unseren Nachbarn bilden. Über die Goldplangg gelangt man nach Riemenstalden und Sisikon, über das Liplisbüel und den Chinzig nach Bürglen und über den Pragelpass nach Glarus. Letzterer ist einspurig und von Montag bis Freitag befahrbar. Im Süden grenzt die Gemeinde Muotathal an den Kanton Uri, im Osten an den Kanton Glarus. Im Norden an die Gemeinden Innertal, Oberiberg, Unteriberg und Illgau, im Westen an Riemenstalden, Morschach und Schwyz. Speziell an der Grenzziehung ist, dass viele grosse Alpgebiete diesseits der Wasserscheide unseren Nachbarn im Süden gehören.

Das Gemeindegebiet umfasst 172.15 km2 und ist damit nur wenig kleiner als der Kanton Zug. 1% davon ist Siedlungsfläche, 32.8% Landwirtschaftsfläche, 22% sind Wald und Gehölze und 44.2% unproduktive Flächen wie Berge, Charren und Gewässer. Mit rund 3600 Einwohnern ergibt sich pro Quadratkilometer eine Dichte von 21 Personen.




 

Geschichte


Bearbeitete Tierknochen aus Höhlen zeigen die Anwesenheit von steinzeitlichen Jägern im Gebiet der Bödmeren – Twärenen – Silberen um etwa 9000 vor Christus. Auch aus der Bronzezeit sind verschiedene Funde aus dem Muotatal bekannt. Für die keltisch-römische Zeit zwischen 500 vor bis 500 nach Christi Geburt ist bereits Haustierhaltung von Schaf, Ziege und Hund belegt. Man geht von einer gewissen alpwirtschaftlichen – vermutlich nomadisierenden – Tätigkeit   aus. Auch keltische und vor allem alemannische Flurnamen bezeugen die frühe Begehung des Muotatals. Die eigentliche, dauerhafte Besiedlung fand vermutlich erst um etwa 700 nach Christus von Schwyz her statt.

1243 ist die älteste schriftliche Erwähnung des Namens Muotatal und 1275 die älteste Erwähnung einer Kirchgemeinde Muotathal.

1288 wurde das Frauenkloster St. Josef, eine Franziskanerinnengemeinschaft, gegründet.

 

Um 1291 bestand das Land Schwyz nur aus den 3 Kirch-gängen Steinen, Schwyz, Muotathal. Diese 3 Kirchgänge bildeten zusammen ein einziges politisches Gemeinwesen mit einer Landsgemeinde und einem Landammann. In der "0berallmeind" besassen und verwalteten diese Landleute gemeinsam alle Wälder, Gewässer und Alpen ihres Gebietes. Die sogenannten "Bodenallmeinden" hingegen verwalteten die Genossen der einzelnen Kirchgänge selbständig. Die Genossame Muotathal sollte viele hundert Jahre später Grundlage für wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand werden.

Das späte Mittelalter brachte des öftern Hunger, Krankheit und Not ins Tal. So raffte 1611 die Pest 182 Personen dahin und auch die unrühmliche Hexenverfolgung forderte ein Opfer, die Chastenvögtin. Wirtschaftlich gesehen vermochte sich ab dem 16. Jahrhundert ein bescheidener, aber für das Tal wichtiger Vieh- und Käsehandel zu entwickeln.

 

Die Wirren der Franzosenzeit 1798-1813 rückten mit dem Durchmarsch der russischen Truppen (1799) unter General Suworow das Muotatal für einige Tage ins Rampenlicht der Geschichte. An den anschliessenden, innenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen Radikalen und Liberalen beteiligten sich immer wieder auch Muotathaler. Letztlich führte dies dann 1848, nach dem Sonderbundskrieg, zur Schaffung der politischen Gemeinde Muotathal.

 

Im Jahr 1860 erfolgte der Bau der heutigen Strasse von Schwyz ins Schlattli; die alte Landstrasse führte vorher über Schönenbuch. Da das Muotatal keine Nord-Süd-Verbindung darstellte und auch nicht an der Eisenbahn lag, blieb der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Strassenbau bescheiden. Arbeitslosigkeit stellte ein grosses Problem dar und so mussten viele Muotathaler auswandern; nicht selten nach Übersee.
Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte ein Einheimischer das Hölloch und 1898 begann die planmässige Erforschung der Höhle. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurde kräftig in und neben der Höhle investiert und gebaut, doch der erhoffte touristische Aufschwung blieb aus. Mehrmals änderte die Höhle in der Folge den Besitzer.

 

Im Juni 1910 verwüstete ein Hochwasser weite Gebiete der Gemeinde Muotathal und brachte grosse Not unter die Bevölkerung. Dem Wasser fielen insgesamt 7 Brücken, 11 Wohnhäuser und 4 Ställe zum Opfer. In den nachfolgenden Jahren wurde die Muota verbaut und eine Wuhrkorporation gegründet, die fortan mit dem Unterhalt der Dämme solche Ereignisse verhindern konnte.

Ab etwa 1960 passierte in Muotathal ein wirtschaftlicher Aufschwung, der zu einem rechten Teil in den günstigen Bodenpreisen für Genossenbürger begründet lag. Anstatt abwandern zu müssen, konnten viele Einheimische dank des günstigen Bodens ein Eigenheim bauen oder ein eigenes Geschäft eröffnen. Dies ermöglichte unserer Gemeinde den Anschluss an die moderne Zeit.

Muotathal ist eine der seltenen Berggemeinden, die fast ohne jegliche Industrialisierung und ohne nennenswerten Fremdenverkehr eine steigende Bevölkerungszahl und eine positive wirtschaftliche Entwicklung aufweist.


Hinweis:  Kaplan Alois Gwerder hat zur Geschichte der Gemeinde Muotathal mehrere Bücher geschrieben. Wenden Sie sich in dieser Sache bitte an das Verkehrsbüro.

 

Dies ist eine mit page4 erstellte kostenlose Webseite. Gestalte deine Eigene auf www.page4.com