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Kaplan Alois Gwerder


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Historisches zur Kirche

PFARRKIRCHE

ST. SIGISMUND und WALBURGA

 
 
In Muotathal-Wil entstand wohl schon vor der Jahrtau­sendwende ein erstes Kirchlein; 1288 wurde das Franziskanerinnenkloster St. Josef gegründet (heutige Klosteranlage erbaut 1684—93); der Stiftungsbrief dürfte die älteste bis anhin bekannte Ur­kunde in deutscher Sprache sein. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich das Dorf beidseits der Muota zu einer offenen bäuerlichen Streusied­lung, über welche am Nordhang die Kirche dominierte. Ein wichtiges Ereig­nis in der Dorfgeschichte war der Durch­marsch der Russen unter General Su­worow im Jahre 1799 und die damit ver­bundenen Kriegswirren. Daneben litt die Bevölkerung unter den häufigen Überschwemmungen der Muota, die erst 1910 durch die Korrektion des Flusslaufes be­hoben werden konnten. Das dadurch in der Talebene neugewonnene Siedlungs­land diente fast ausschliesslich dem Kleingewerbe und den wenigen Indu­striebetrieben. Diese Veränderungen kommen im heutigen Dorfbild zum Ausdruck: Die ehemals rein landwirtschaft­liche Streusiedlung ist im frühen 20. Jahr­hundert zu einem Strassendorf geworden.

 

 

 

 

 


 

BAUGESCHICHTE:

 

Vorgängerbauten: Über die Vorgänger-bauten der heutigen Kirche ist wenig be­kannt: Urkundliche Nachrichten fehlen fast ganz, und bis heute wurden auch keine archäologischen Untersuchungen durchgeführt. Die spärlichen Angaben stützen sich auf Chroniken des 18./19. Jh. Da die Christianisierung des innern Landes Schwyz gegen Ende des 7. Jh. er­folgte und die erste Kirche von Schwyz bereits für das frühe 8. Jh. nachweisbar ist, kann man vermuten, dass auch Muotathal eine ältere Kirche, möglicherweise bereits in karolingischer Zeit (9. Jh.), besessen hat. Darauf können auch die alten Patrozinien Sigismund (gest. 524) und Walburga (gest. 779)hinweisen. Das früheste, vom Chronisten Fassbind (1755—1824) zur Baugeschichte überlie­ferte Datum 1369 bezieht sich auf den Vorgängerbau der heutigen Kirche, der vermutlich damals neu errichtet wurde und nach Nüscheler oberhalb des heute noch erhaltenen Beinhauses gestanden haben soll. Diese Kirche blieb im we­sentlichen bis 1786 erhalten, erfuhr aber zahlreiche Veränderungen: Für das Jahr 1577 ist eine Renovation belegt, 1584 und 1665 wurden zwei neue Altäre auf­gestellt. Nach bedeutenden Erweiterun­gen in den Jahren 1683—93 präsentierte sich dieses im Kern noch immer spät-gotische Bauwerk nach Fassbind sehr niedrig und finster. Wegen der vielen Veränderungen soll die Kirche auch un­verhältnismässig lang und schmal gewe­sen sein. Das Schiff hatte auf jeder Seite fünf Fenster, einen Haupt- und zwei Ne­beneingänge und vier Schnitzaltäre. Der Chor war um fünf Stufen erhöht und gewölbt. 1786 wurde die baufällige und zu klein gewordene Kirche abgebrochen.

 

 

Heutige Kirche: Die Initiative zu einem Neubau ergriff der baufreudige Pfarr­herr Sebastian Anton Tanner von Arth (1723—1805), der zuvor schon ein neues Pfarr- und Sigristenhaus gebaut und zahlreiche Veränderungen an der alten Kirche vorgenommen hatte. Tanner un­terhielt rege Kontakte zu seinem Neffen Konrad, Abt von Einsiedeln, der ihm in Baufragen beratend zur Seite stand. Ar­chitekt und Baumeister der neuen Kir­che war Andreas Wechner aus dem Ti­rol. Am 18. April 1786 wurde der Grund­stein gelegt. Während des Baues ergaben sich Unstimmigkeiten, die vor allem den angelnden bautechnischen Erfahrun­gen Wechners zuzuschreiben sind. So heisst es im handschriftlichen Baube­richt: «Nebst dem schönen Riss hatte er (Wechner) wenig Einsicht als eine gute Mauer zu machen. Darum wurde er kas­siert, nachdem die Kirche gedeckt.» Nach seiner Entlassung übernahm einer seiner Gesellen, Johannes Juss aus Kap­pci/Tirol, die Bauleitung. Die Zimmer­mannsarbeiten führte der junge Muota­thaier Augustin Grossmann in der He­sigen aus. Im folgenden Winter war die Kirche soweit fertiggestellt, dass bereits Gottesdienste gehalten werden konnten. 1787 vollendete man den Turm und ver­putzte das Äussere. Johann Anton Mes­mer aus Saulgau malte 1789 die Dek­kenbilder und entwarf den von Johannes Meyer ausgeführten Hochaltar. Eben­falls 1789 entstanden die Stukkaturen des Vorarlbergers Peter Anton Moos­brugger. Am 14. September 1793 wurde die Kirche vom päpstlichen Legaten Jo­seph Vinci geweiht.Bereits 1820 fand eine erste Renovation statt. Auch in den folgenden Jahrzehn­ten waren laufend Erneuerungen not­wendig: 1887 eine neue Befensterung, 1893 Erweiterung der Orgel, 1931 Aus­schweifung der oberen Empore. 1974/75 wurde die Kirche unter der Leitung von Architekt Hans Steiner in Brunnen re­stauriert und der ursprüngliche Zustand weitgehend wiederhergestellt.Im Jahre 2002 bis September 2003 folgte eine totale Innnenrestaurierung der Pfarrkirche. 


 

Bilder oben und unten aus dem Jahre 1921

 

  
 

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